Aktiver Umweltschutz an unserer Schule

Bericht aus dem Probsteer vom 16. Juni 2021.

Kiel-Wellingdorf (t). Umweltschutz braucht nicht immer großartige öffentliche Bekenntnisse. Was zählt, ist aktives Handeln. Deshalb hat sich das Gymnasium Wellingdorf zum Ziel gesetzt, es nicht bei der Vermittlung ökologischer Themen im Unterricht zu belassen, sondern sich um konkrete, handfeste Ziele zu bemühen.

Luise Hannemann, Lehrerin für Geographie an der Schule, hatte die Idee, ein groß angelegtes Projekt für eine sinnvolle Mülltrennung an der Schule zu starten. Unterstützt wurde sie dabei von Marion Voß, der Abfallberaterin beim ABK in Kiel. Die Quarta c (7 c), die Luise Hannemann unterrichtet, erhielt nicht nur Unterricht zum Thema „Nachhaltigkeit“, wie es die Fachanforderungen vorsehen, sondern auch den speziellen Auftrag, die Schülerinnen und Schüler aller Klassen für das Thema „Mülltrennung“ zu interessieren, zu sensibilisieren und zu ganz konkreten Handlungen zu bewegen. Arbeitsgruppen wurden gebildet, Filme erstellt und Klassenbesuche organisiert. 

Übergeordnetes Ziel: Verantwortung übernehmen. In diesem Falle heißt das konkret: den Abfall im eigenen Klassenraum verantwortungsvoll entsorgen. Und schließlich soll sich das sinnvolle Projekt in das Konzept der Landeshauptstadt Kiel als „Zero Waste“-Stadt (Stadt ohne Müll) einfügen. Wenn alle Klassen verantwortungsbewusst mitmachen, ist schon viel erreicht! 

Garten-AG sorgt für ein schönes Atrium 

Dass sich Schüler an ihrer Schule wohlfühlen sollen, ist ein erstrebenswertes Ziel. Ein schönes Ambiente kann einen Beitrag dazu leisten. Stolz ist das Gymnasium Wellingdorf auf sein Atrium. Dass dieses auch gehegt und gepflegt werden muss, versteht sich. Den Lehrerinnen Birte Bökel (Biologie) und Wiebke Kohlscheen (Kunsterziehung) verdankt die Schule die Entstehung und die Pflege der Gartenanlage, umgeben von Diensträumen, Sekretariat und Bibliothek. Natürlich sind hierbei die Schüler nicht zu vergessen, die sich in der Garten-AG engagieren. Gartenarbeit bedeutet auch hier: Gießen, Pflanzen, Unkraut jäten, und das nicht selten in den großen Pausen, während die Mitschüler plaudernd diese auf dem Schulhof verbringen. Und auch das Konzept der Garten- AG fügt sich in ein übergeordnetes Ziel ein. „Ein insektenfreundlicher Garten soll entstehen und gepflegt werden“, erläutert Birte Bökel. Heimische Pflanzenspezies und Kräuterarten stehen dabei im Vordergrund. Thymian und Dost zählen dazu … zum Beispiel. 

Blicken die Pädagogen aus ihrem Lehrerzimmer, in dem es zuweilen in den knappen Pausen recht hektisch zugeht, doch einmal durch die großen Fensterscheiben hinaus in das schön gestaltete Atrium, sieht man anerkennende Blicke – Ein Dankeschön an die Garten-AG.