Toulouse: Eine unvergessliche Erfahrung
Vom 17. bis zum 25. März 2026 hatten die Zehntklässler und Zehntklässlerinnen des Gymnasiums Wellingdorf die Möglichkeit, am Schüleraustausch mit unserer Partnerschule, dem Lycée Pierre-de-Fermat, in Toulouse teilzunehmen.
Aus unserer Schule reisten 14 Schüler und Schülerinnen nach Toulouse. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Dr. Fandel und Frau von Campenhausen.
Die Reise begann am Dienstag, dem 17.03.2026. Wir starteten morgens um 9 Uhr am ZOB in Kiel. Mit dem Bus fuhren wir nach Hamburg, von wo aus wir unseren ersten Flug nach München nahmen. Dort angekommen, ging es direkt weiter nach Toulouse. Gegen 18 Uhr kamen wir am Flughafen an, wo wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurden. Den Rest des Tages hieß es erst einmal ankommen und ausruhen.
Am ersten Tag machten wir gemeinsam mit den Franzosen eine Fahrradtour entlang des Canal du Midi. Drei Stunden lang fuhren wir mit einer kleinen Mittagspause durch die Stadt. Schon während der Fahrradtour erkannten wir, wie schön Toulouse ist. Besonders der Kanal, der mitten durch die Stadt fließt, beeindruckte uns sehr. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit, und viele trafen sich anschließend noch untereinander.
Am folgenden Tag ging es schon früh los: Um 6.30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Carcassonne, wo wir eine Führung durch die Cité de Carcassonne bekamen. Diese Burg gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine atemberaubende Sehenswürdigkeit. Innerhalb der Burg befindet sich sogar ein kleines Dorf mit verschiedenen Restaurants und Souvenirläden. Viele Schüler und Schülerinnen waren von diesem Tag und der interessanten Führung begeistert.
Am Freitag begleiteten wir unsere Austauschpartner mit in die Schule, das Lycée Pierre-de-Fermat. Die Schule hatte für uns Frühstück vorbereitet. Gemeinsam frühstückten wir, lernten den Schulleiter kennen und gingen anschließend in die Klassen. Wir wurden in Dreiergruppen eingeteilt und verschiedenen Unterrichtsstunden zugewiesen. Schnell bemerkten wir Deutschen, dass der Unterricht dort anders abläuft als an unserer Schule. Oft schrieb ein Schüler alles an die Tafel, während der Lehrer weniger aktiv die gesamte Klasse einbezog. Viele Franzosen wollten mit uns sprechen und freuten sich darüber, dass wir zu Besuch waren.
Nach den drei Unterrichtsstunden gab es Mittagessen in der riesigen Mensa, das vielen leider nicht besonders schmeckte. Danach trafen wir Deutschen uns noch einmal mit unseren Lehrerinnen, um letzte Kleinigkeiten zu besprechen, bevor das Wochenende begann, an dem keine festen Aktivitäten geplant waren. Was uns besonders überraschte, war, dass die französischen Schüler täglich von 8 bis 18 Uhr Schule haben. In Deutschland gibt es das zwar an Ganztagsschulen, in Frankreich gehört es jedoch zum Alltag.
Das Wochenende konnten wir selbst gestalten, wobei einige Gastfamilien bereits etwas geplant hatten. Viele besuchten Museen oder fuhren in andere Städte. Eine Schülerin war mit ihrer Gastfamilie sogar in den Pyrenäen Ski fahren.
Ich selbst besuchte mit meiner Gastfamilie eine Kunstausstellung. Mit meiner Austauschpartnerin verstand ich mich sehr gut, weshalb wir fast die ganze Zeit zusammen verbrachten, redeten oder etwas mit Freunden unternahmen. Viele trafen sich außerdem in Gruppen – mal gemeinsam mit den Franzosen, mal nur mit den Deutschen. Oft gingen wir durch die Stadt oder saßen abends am Wasser und genossen den wunderschönen Ausblick. Vor dem Wochenende waren viele noch etwas aufgeregt, da man mehr auf sich allein gestellt war. Danach hörte man jedoch nur Positives darüber, wie viel Spaß jeder gehabt hatte.
Am Montag ging es nur für uns Deutsche in das Aeroscopia, ein Luftfahrtmuseum, das die Geschichte und Entwicklung der Luftfahrt zum Thema hatte. Besonders beeindruckend war die große Halle mit den vielen Flugzeugen. Unsere Pause verbrachten wir in einem großen Einkaufszentrum. Danach besuchten wir Airbus, wo Flugzeuge gebaut und getestet werden. Während einer Führung wurde uns zunächst das Gelände mit dem Bus gezeigt. Anschließend sahen wir einen Film und konnten in eine Halle blicken, in der Flugzeuge gebaut wurden. Besonders spannend war, dass die Führung komplett auf Französisch stattfand. Dabei merkten wir, wie viel wir bereits verstehen konnten.
Am letzten richtigen Tag standen noch zwei Führungen an. Am Morgen wurde uns noch einmal die Schule gezeigt sowie die Basilique Saint-Sernin, eine beeindruckend große Kirche. Nachmittags nahmen wir an einer zweistündigen Stadtführung durch Toulouse teil. Dabei wurden uns unter anderem das Rathaus und weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt. Danach begann bereits unser letzter Abend, an dem die meisten ihre Koffer packten und sich ein letztes Mal mit Freunden trafen.
So schnell kam schließlich auch schon der 25. März, der Tag der Abreise. Um 7 Uhr trafen wir uns am Flughafen. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, traten wir dieselbe Strecke wie auf dem Hinweg wieder zurück an. Während der Rückreise erzählten wir uns noch einmal viele Geschichten und blickten auf wunderschöne Momente zurück. Nun freuen wir uns riesig darauf, wenn die Franzosen Ende Mai uns besuchen kommen und wir ihnen unsere Stadt und unseren Alltag zeigen können.
Im Endeffekt hatten wir ausreichend Freizeit, aber auch viele lehrreiche Führungen. Für uns alle steht fest: Es war eine wunderschöne, lehrreiche und spaßige Reise, die wir nur weiterempfehlen können!
Trienke, Klasse 10c










