Chemiekurs untersucht Mikroplastik in der Kieler Förde
Im Rahmen der Kieler Zukunftswoche besuchte der Chemiekurs der 12. Klasse gemeinsam mit Frau Löptien und Frau Ehmke einen Workshop des Vereins One Earth – One Ocean e.V. zum Thema Mikroplastik. Ziel der Veranstaltung war es, einen Einblick in die Ursachen, Folgen und Nachweismethoden von Mikroplastik in unserer Umwelt zu erhalten.
Im praktischen Teil analysierten die Schüler*innen zwei Wasserproben. Dafür wurde das Wasser zunächst gefiltert und anschließend unter dem Mikroskop nach möglichen Mikroplastikpartikeln untersucht. Verdächtige Teilchen wurden danach mithilfe eines Spektrums analysiert und mit einer Datenbank abgeglichen, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Mikroplastik handelte.
Darüber hinaus beschäftigte sich der Kurs mit dem Vorkommen von Plastik im Alltag, der Entstehung von Mikroplastik sowie den Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und den menschlichen Körper. Der Workshopleiter überzeugte dabei durch sein großes fachliches Wissen und gab neben vielen Hintergrundinformationen auch persönliche Einblicke in seinen beruflichen Werdegang und die Arbeit des Vereins.
Wir bedanken uns herzlich bei One Earth – One Ocean e.V. für den spannenden Workshop und den interessanten Einblick in die Arbeit des Vereins. Gemeinsam mit Frau Löptien hatten wir einen lehrreichen und schönen Tag.
Im Folgenden haben wir einige unserer wichtigsten Erkenntnisse aus dem Workshop zusammengestellt:
Uns ist bewusst geworden, dass man pro Woche das Gewicht einer Kreditkarte an Mikroplastik zu sich nimmt.
Uns hat überrascht, dass auch in Kleidungsstücken, die mit 100 % Baumwolle gekennzeichnet sind, Plastik sein kann – nämlich im Faden.
Spannend fanden wir, dass die untersuchten Teilchen mithilfe ihrer Spektren wie mit einem „chemischen Fingerabdruck“ identifiziert werden können.
Nicht immer wird bei der Analyse direkt der eigentliche Kunststoff erkannt. Manche Plastiksorten enthalten so viele Weichmacher und Zusatzstoffe, dass in dem in der Analyse aufgenommenen Spektrum vor allem diese Stoffe sichtbar werden – und nicht das Plastik selbst.
Überraschend war für uns, dass manche Kosmetikprodukte zwar kein sichtbares Plastik enthalten, aber trotzdem Kunststoffe oder schwer abbaubare synthetische Stoffe beinhalten können.
Uns hat überrascht, dass Kläranlagen nicht alle Mikroplastik-Partikel aus dem Abwasser herausfiltern können und Mikroplastik so in der Umwelt landet.



