Ausflug der 9a zum Dialoghaus Hamburg
Am 24.04.26 machte unsere Klasse in Begleitung von Frau Löptien und Frau Gürleyen einen spannenden Ausflug zum Dialoghaus in Hamburg. Schon die Zugfahrt nach Hamburg war sehr spaßig, obwohl keiner von uns wirklich wusste, was uns dort eigentlich erwartete. Doch schon bald stellte sich heraus: Dieser Ausflug wird etwas ganz Besonderes.
Im Dialoghaus tauchten wir selbst in das Leben eines erblindeten Menschen ein und mussten unseren Alltag meistern. In kleinen Gruppen wurden wir von blinden oder sehbehinderten Guides durch dunkle Räume ohne auch nur das geringste Bisschen Licht geführt. So konnten wir uns nur durchs Hören und Tasten orientieren und mussten ganz auf diese Sinne vertrauen. Am Anfang war dies für viele natürlich sehr ungewohnt und auch etwas gruselig, aber nach einiger Zeit wurde es immer einfacher. Während der Führung gingen wir durch verschiedene Alltagssituationen, wie zum Beispiel über eine Straße, durch einen Park oder in ein Café, aber dieses Mal alles im völligen Dunkeln. Dabei merkten wir schnell, wie schwierig selbst total einfach scheinende Dinge sein können, wenn man nichts sehen kann. Gleichzeitig war es beeindruckend zu sehen, wie sicher sich unsere Guides orientieren konnten im Vergleich zu uns.
Besonders interessant fanden viele Schülerinnen und Schüler die Gespräche nach der Führung. Dort konnten wir Fragen stellen und mehr über das Leben mit einer Sehbehinderung erfahren. Viele von uns haben dadurch eine neue Sichtweise bekommen und gelernt, wie wichtig Rücksichtnahme und Verständnis sind.
Wieder im Hellen besuchten wir noch eine kleine Ausstellung, wo wir Vieles ausprobieren konnten. Dann ging es auch schon weiter in die Hamburger Innenstadt. In kleinen Gruppen durften wir dann machen, was wir wollten: Das ging vom Shoppengehen in ganz unterschiedlichen Läden zum Pommesessen bis hin zum Eis-essen-Gehen bei Eiseskälte. Und auch wenn dies eigentlich nichts mehr mit unserem Besuch im Dialoghaus zu tun hatte, tauchte bei manchen immer wieder der Gedanke auf, wie man dies jetzt wohl ohne unseren Sehsinn machen würde.
Schließlich hieß es dann Abschied nehmen von Hamburg und wir machten uns auf den Weg zurück nach Kiel. Auch diese Zugfahrt verlief einwandfrei: Es wurde wieder viel gespielt und sich unterhalten. Und am Ende waren sich alle einig: Dieser Ausflug hat sich mehr als nur gelohnt. Zuhause in unserem Alltag wird der ein oder andere sicherlich mal genauer auf seine Umgebung achten, auch mit anderen Sinnen als dem Sehsinn. Denn dieses Erlebnis wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten.
Jonte, Ebba (Klasse 9a)
