“Muffins für den Frieden”

Wie wir an unserer Schule den Opfern des Ukraine-Kriegs helfen können

Unsere Nachrichten und Zeitungen sind zurzeit gefüllt mit dem Thema Ukrainekonflikt. Viele Menschen, meist Kinder und Frauen, flüchten und wissen nicht, wohin. Andere sind noch im Kriegsgebiet und sind verzweifelt. „Aber was können wir als Schüler Unterstützendes unternehmen?“, fragten sich viele. Wir als 6c finden: Wenn auch in kleinen Schritten, jeder kann helfen. Wir, die Klasse 6c, entschieden uns, Muffins zu verkaufen und so Spenden zu sammeln.

Alles fing in der Musikklasse 6c am Gymnasium Wellingdorf an. In der Deutschstunde von Frau Keita sprachen wir über die Auswirkungen und Folgen des Ukrainekrieges. Dabei kamen uns mehrere Ideen, wie wir hier helfen könnten. Zuerst schlugen einige Kinder vor, dass wir uns der Obstquelle in Schwentinental anschließen. Dort wurde am Samstag und Sonntag, 5. und 6. März, von 14 bis 17 Uhr Apfelsaftpunsch ausgeschenkt. Der Erlös wurde der Flüchtlingshilfe gespendet. Wir dachten uns, dass wir mit unseren Instrumenten ein spontanes Konzert machen würden und noch zusätzliches Geld sammeln könnten. Wir hatten ein Klavier, Geigen und Querflöten zusammenbekommen und 300 € Spendengeld eingenommen. Mia Linder (12) spielte auf ihrer Querflöte „Mambo No. 5“ und „Walking on sunshine“. Dazu haben alle zusammen „Freude schöner Götterfunken“ und den Hit „Wellerman“ gespielt. Das Geld wurde von einer Mutter aus unserer Klasse an das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ weitergeleitet. Außer Apfelsaftpunsch wurden heiße Waffeln verkauft. Viele Spaziergänger und Kunden der Obstquelle freuten sich über das Konzert im Grünen und gaben großzügig Geld. 

Eine noch größere Aktion war unser Muffin-Verkauf auf dem Schulhof in den Pausen. Dieser kam sehr gut bei dem Schüler*innen und Lehrer*innen an. Zuerst wurden Herr Borstelmann und Herr Fischer, unser Hausmeister, gefragt, ob dies gehen würde. Der Verkauf wurde genehmigt, ein Tisch auf den Schulhof getragen und der Muffinverkauf eröffnet. Alle waren froh und glücklich, dass es funktionierte. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Muffins zu verkaufen und den Gewinn an eine Spendenorganisation zu spenden“, erzählt Alexander Strauß. Einige sagten, sie haben nun neue Erfahrungen auf dem Gebiet Verkaufen gemacht. In unserer Klasse hing eine Liste, in der man sich eintragen konnte, um zu backen oder zu verkaufen. Alle drängelten sich an der Liste, um mitzumachen. Allein in den ersten drei Tagen nahmen wir 330 € ein, nur durch den Verkauf in den großen Pausen. 

Es war immer wieder spannend, wie viele verschiedene Muffinsorten auftauchten. Es gab traditionelle Schoko- oder Marmormuffins. Besonders gut kamen neue Kreationen an, die noch mit Streuseln oder gelb-blauen Färbungen in den Farben der Ukraine-Flagge verziert wurden. Einige Mädchen aus unserer Klasse hatten noch tolle Verkaufsplakate entworfen. So sah unser Stand richtig professionell aus. Viele Lehrer*innen und Schüler*innen aus allen Klassenstufen kauften gerne an unserem Stand. Vielleicht gibt es bald noch mehr Ideen, damit wir auch weiterhin die Hilfe fortführen können.

Leon Florescu, 6c

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