Das Förderkonzept des Gymnasiums Wellingdorf

Durch das breite Fächerangebot und den Fachlehrerwechsel nach Klassenstufen begegnen die Schülerinnen und Schüler einer Vielzahl von unterschiedlichen Inhalten und Themen, Lehrpersönlichkeiten und Arbeitsformen. Das ermöglicht jedem, die für ihn beste Lern- und Arbeitsform zu finden und seine Interessen weiterzuentwickeln.

In allen Jahrgangsstufen und in allen Fächern wird das eigenständige und partnerschaftliche Lernen geübt und im Wechsel von unterschiedlichen Arbeitsformen wie Einzel-, Projekt- und Gruppenarbeit, selbstgesteuertem und fächerübergreifendem Lernen variiert. Dazu gehört auch die im Unterricht unterstützte Teilnahme an Wettbewerben wie Jugend forscht, Jugend debattiert, Vorlesewettbewerben in Deutsch, Französisch und Englisch und andere.

Bei Lernschwierigkeiten und Wissenslücken steht ein Baukasten von Unterstützungsmöglichkeiten bereit: Hausaufgabenhilfe mit und ohne Lernplan, Nachhilfe durch qualifizierte Oberstufenschülerinnen und die Sommerschule.

Um alle Schülerinnen und Schüler in ihren Begabungen und Stärken zu fördern, unterstützt das Gymnasium sie auf ihrem individuellen Lernweg sowohl durch Hilfs- und Förderangebote als auch durch vertiefende Aktivitäten. Diese werden von Lehrern, Eltern, Schülern und außerschulischen Anbietern betreut. Im Einzelnen sind dies:

  1. Legasthenie
  2. Persönlichkeitstraining
  3. Hausaufgabenhilfe
  4. Sommerschule
  5. Deutsch-Förderung
  6. Entwicklung von Selbstvertrauen
  7. Prävention

1. Legasthenie

Alle Schülerinnen und Schüler, die von den Grundschulen mit einer förmlich festgestellten Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) zu uns kommen, stehen unter dem Schutz des Nachteilsausgleiches. Dieser kann je nach Fach und Klasse unterschiedlich gehandhabt werden, z. B. durch geringere Gewichtung bei der Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistung, durch Verlängerung der Arbeitszeit o. Ä. Dies gilt auch für diejenigen, bei denen eine Lese- und Rechtschreibschwäche erst im Laufe der Orientierungsstufe förmlich anerkannt wird. Auf Antrag kann dieser Schutz auch in der Oberstufe gewährt werden.

Wir bieten eine LRS-Förderstunde in den unteren Klassen an, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Rechtschreibfähigkeiten trainieren können.

2. Persönlichkeitstraining

In der Orientierungsstufe werden die Schülerinnen und Schüler durch ihre Klassenlehrer fortlaufend durch Bausteine aus dem Programm Lions Quest dabei unterstützt, sich zu einer gefestigten Persönlichkeit zu entwickeln.

Dazu dient auch die im Stundenplan fest verankerte Klassenlehrerstunde in den 5., 6. und 7. Klassen, in der eingehend das Sozial- und Lernverhalten und die Belange der Klassengemeinschaft besprochen werden können.

3. Hausaufgabenhilfe

Die Hausaufgabenhilfe wird an unserer Schule für alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen angeboten. Ehemalige Lehrer, Lehramtsstudenten der CAU und Schüler und Schülerinnen der Oberstufe betreuen die Kinder, die hier zwischen 13.30 und 15.10 Uhr in ruhiger Umgebung ihre Aufgaben erledigen und ein zusätzliches Übungsangebot nutzen können. Dieses Angebot ist kostenlos und steht allen jederzeit offen; die Teilnahme wird in einer Anwesenheitsliste festgehalten.

Der Fachlehrer kann bei offensichtlichen Wissenslücken und Schwächen eine dringende Empfehlung zur Teilnahme an der Hausaufgabenhilfe aussprechen. Dies wird in einem Lernplan mit den Eltern, dem Schüler und dem Fachlehrer niedergelegt und abschließend ausgewertet.

Für eine Einzelnachhilfe vermittelt Frau Clausi geeignete Oberstufenschüler und -schülerinnen, so dass in jedem Fach jederzeit geholfen werden kann.

4. Sommerschule

In den beiden letzten Wochen der Sommerferien können Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Klassen mit unbefriedigenden Leistungen gegen einen geringen Unkostenbeitrag in Kleingruppen Unterricht in einem Kernfach erhalten, zugeschnitten auf ihre persönlichen Lernerfordernisse. Erfahrene Lehrkräfte und Lehramtsstudenten betreuen dieses Angebot. So können die Schülerinnen und Schüler gestärkt in das neue Schuljahr gehen.

FAQs zum Nachhilfeprogramm

5. Deutsch-Förderung

Die sprachliche Förderung für Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen, ist durch die Intensivierungsstunden und die Betreuung in der Hausaufgabenhilfe in die Förderung für alle integriert, denn Schwierigkeiten im Verstehen von Texten und schriftlichem und mündlichem Ausdruck sind nicht automatisch an den Sprachgebrauch in der Familie gebunden. So gibt es viele Kinder, die Deutsch auch als zweite oder dritte Sprache sehr gut beherrschen, aber auch etliche, die, obwohl Deutsch ihre Muttersprache ist, erhebliche Schwierigkeiten mit Wortschatz und Grammatik haben. Deshalb wird von den Lehrkräften aller Fächer auf den korrekten Gebrauch der deutschen Sprache, mündlich und schriftlich, geachtet und somit die sprachliche Kompetenz auch in den Fachsprachen erweitert.

6. Entwicklung des Selbstvertrauens

Um die Schülerinnen und Schüler bei der Ausbildung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen, gibt es unterschiedliche Angebote, welche die in der Schule selbstverständliche Koedukation ergänzen.

So ist die Durchführung des internationalen Girls´ Day fester Bestandteil des Lehrprogramms der 8. Klassen. An diesem Tag können Mädchen sich in einem naturwissenschaftlich-technischen Beruf ausprobieren und die Jungen ihre zukünftige Verantwortung für das Arbeitsfeld von Pflege und Familie in den Blick nehmen.

Außerdem fördern wir Sportangebote, wobei Mädchen und Jungen sich ihrer Stärken und Eigenheiten bewusst werden können, z. B. in einem Selbstverteidigungskurs für die Orientierungsstufe.

7. Prävention

In Biologie und Sport ergeben sich laufend Anknüpfungen zu Themen der gesundheitlichen Aufklärung, seien es Fragen zur gesunden Ernährung oder der Bedeutung von regelmäßigem Sport. Aber auch in anderen Fächern, z. B. vermittelt durch Literatur, werden die Themen Sucht, Diskriminierung und Gewalt erörtert.

Im Einzelnen lassen sich folgende Schwerpunkte nennen:

  • Als Schule sind wir an dem Nichtraucher-Projekt „Be Smart, Don´t Start“ beteiligt
  • und an dem Projekt „Weniger ist mehr“ der Koordinationsstelle Schulische Suchtvorbeugung (KOSS).
  • Schüler, die sich eigens dafür haben ausbilden lassen, beraten als Medien-Scouts Mitschüler im Umgang und bei Problemen mit den sozialen Netzwerken.
  • Im Rahmen des Zukunftstags für Jungen wird in Zusammenarbeit mit z. B. dem Packhaus, der örtlichen Polizei oder pro familia über die Themen häusliche Gewalt, Gewalt auf der Straße und Deeskalationsstrategien aufgeklärt.